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Ausgabe 6 · Dezember 2019 ortsgruppen 69
ner im 13. Jh. gebauten Bogenbrücke, zu bewundern - der alte Zu einer „Oberbayerischen Rundfahrt“ waren wir am 17. Okto-
Teil der Stadt mit seinen engen Gassen, überragt und bewacht ber geladen. Das bei unseren Ausflügen schon obligate Schön-
von der Burgruine, ein wirklich lohnendes Ziel. Richtung Osten wetter bescherte über 40 Teilnehmern einen sonnigen Tag in
ging es am vierten Tag, vorbei an Genua bis Santa Margherita unserem Nachbarland. Über Walchsee, Kössen, Schleching und
und mit dem Schiff nach Portofino. Das kleine Fischerdorf mit Marquartstein fuhren wir nach dem am Südufer des Chiemsees
der Kirche San Giorgio aus dem 12. Jh., der Burg Brown und dem liegenden Übersee zu unserem ersten Halt. Nach einer Stärkung
Leuchtturm an der Punta di Capo, ist seit jeher ein beliebter Ort ging es entlang des Chiemsees weiter über Seebruck, Bad En-
für Künstler, Schriftsteller und Berühmtheiten. Wieder mit dem dorf und Rott am Inn zum Erlensee. Die Erlebnisgaststätte Er-
Schiff ging es nach Santa Margherita und zurück nach Genua, lensee versorgte uns mit mehr als ausreichendem Mittagessen,
Kulturhauptstadt 2004 und auch „die Stolze“ genannt. Nach ei- ein Verdauungsspaziergang rund um den See im Anschluss war
ner Stadtrundfahrt mit vielen Sehenswürdigkeiten folgte noch fast Pflicht. Die Weiterfahrt erfolgte dann über Rosenheim, Bad
der Besuch des mit 27.000 m² zweitgrößten Aquariums Euro- Feilnbach und Miesbach an den Schliersee zur Kaffeepause im
pas, 12.000 Exemplare von 600 Tierarten und 200 Pflanzenarten, Ratskeller Schliersee. Die Rückfahrt brachte uns über Bayrisch-
eine einzigartige Wasserwelt konnten wir bestaunen. Mit vielen zell, den Ursprungpass und Thiersee - der Thiersee war dann
Eindrücken fuhren wir zurück ins Hotel, noch einmal die gute auch der zehnte See auf unserer Runde. Den Abschluss des
Küche und den Wein genießen, bevor es am Freitag über den Herbstprogrammes bildete am 7. November die schon traditio-
Gardasee wieder in die Heimat ging und fünf Tage mit bleiben- nelle „Fahrt ins Blaue“, eine Überraschungsfahrt, bei der das Ziel
den Erinnerungen endeten. solange als möglich unbekannt bleibt. Ein bis auf den letzten
Platz besetzter Bus mit über 50 neugierigen Teilnehmern - die
Niederndorfer Reiseteilnehmer vor der Chiesa di San Giorgio in Fahrt (wie auch versprochen bei blauem Himmel) führte über
Portofino Kufstein, durch die Stadt Wörgl und weiter über die Bundestra-
ße bis Brixlegg. Nach dem Abbiegen in Richtung Alpbachtal
war der Zielort nicht mehr schwer zu erraten, zwar wurden wir
noch durch Reith im Alpachtal und bis Inneralpbach chauffiert,
Ziel war dann aber Alpbach selbst. Alles Wissenswerte über den
Ort erzählte uns unser Obmann während der Fahrt, die geplante
Führung durch das Europäische Forum Alpbach konnte wegen
einer Veranstaltung leider nicht erfolgen, als Ersatz diente eine
kurze Mitfahrt des Geschäftsführers, bei der er uns Grundwissen
über das Forum vermittelte. Der Himmel hatte sich inzwischen
grau eingefärbt und so blieb ausreichend Zeit, zur Einkehr im
Hotel Alphof, bevor es wieder zurück nach Niederndorf ging –
Dank allen, die immer wieder für schöne Ausflüge sorgen.
Wilfried Bucher
Oberndorf
Tirol-Milch, Kisslinger und Basilika Mariathal Viele Informationen nahmen wir von der Führung bei der Tirol-
Milch mit.
An der sehr interessanten Führung durch die Betriebsgelände
der Tirol-Milch in Wörgl nahmen 30 Mitglieder teil und wurden Anschließend folgte die Besichtigung der Glasbläserei Kisslinger
bestens informiert. Obmann Stefan Lindner ließ es sich natürlich in Rattenberg. Hier wurden wir über die Geschichte des Glases
nicht nehmen, „seinen Oberndorferinnen und Oberndorfern“ unterrichtet und man konnte bei der Herstellung eines Glas-
über die Entwicklung der Milchwirtschaft zu berichten. Das schwanes zusehen. Auch die Ausstellung faszinierte und manch
Problem des Milchüberschusses bzw. Exportes wurde für alle einer fand etwas Passendes für sich oder ein Geschenk. Da „un-
verständlich, da z. B. Irland seine Kühe nur an die zwei Monate ser“ Kooperator Martin Schmid nach Mariathal - Kramsach ver-
nicht auf die Weide treiben kann und die Kosten eines Laufstalles
in unserer Region mit den Wellblechhütten nicht zu vergleichen
sind. Zudem ist es schon auch sehr traurig, dass ein Liter Bier
mehr kostet, als ein Liter des hochwertigen Lebensmittels Milch.
Alle zeigten sich von der Käseerzeugung, wo keine Hand mehr
eingreift und im Solebad die großen Käselaibe die Fertigung und
weiters auch die Reifung durchlaufen, beeindruckt. Die groß di-
mensionierte Hackschnitzelheizung liefert die Wärme und die
Abwärme wird den Stadtwerken Wörgl z. B. zum Aufheizen des
Hallenbades und der öffentlichen Gebäude zur Verfügung ge-
stellt. Eine stärkende Jause und Gutes zum Mitnehmen trugen
ebenso zum Gelingen des Ausfluges bei.