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ortsgruppen64 Ausgabe 6 · Dezember 2019

Mutters

Unsere Herbstfahrt ins Veneto                                                            bung hatten. In der Stadt bummelten wir den
                                                                                         Corso Palladio mit den alten Häusern und
Obwohl wir nur 19 Teilnehmer waren, fand diese sehr schöne Fahrt statt. Franz Mayr,      wuchtigen Palazzi entlang zum Dom und
der Chef unseres Busunternehmens selbst, war unser vorzüglicher Fahrer. Am Vortag        weiter zur großen Piazza dei Signori. Hier
hatte es noch tüchtig geregnet und am Brenner lag Schnee. Wir hatten jedoch Glück        steht ein Meisterwerk von Andreas Palladio
– ab Bozen war herrliches Wetter und das blieb auch so. Die Fahrt ging bis Trient, mit   – der Palazzo della Ragione, auch „Basilika“
Kaffeepause in Paganello, dann durch das Valsugana, vorbei am Caldonazzo- und Le-        genannt, gegenüber die Loggia del Capitano,
vicosee. Den nächsten Stopp machten wir in Bassano del Grappa, einer kleinen Stadt       ebenfalls von Palladio. Weitere Palazzi und
- vielen bekannt, umgeben von einem Mauerring aus dem 12. – 14. Jahrhundert. Ein         eine Kirche, der Stadtturm und zwei Säulen
Bummel durch die alte Stadt war angesagt. Die berühmte Ponte degli Alpini wird gera-     vervollständigen diesen Platz, dem Zentrum
de renoviert und ist zum Teil eingerüstet. Die beiden großen Plätze, Piazza Libertá und  der Stadt. Hier lag schon das römische Fo-
Piazza Garibaldi, bieten genügend Sehenswürdigkeiten. Die Mittagspause verbrach-         rum. Hier verabschiedete sich die Führerin
ten wir in der nahen kleinen Stadt Marostica, ebenfalls mit einer Mauer umgeben,         und Freizeit war angesagt, die jeder aus-
die von der Oberen Festung herunterführt und bei der Unteren Festung endet. Nach         füllen konnte nach seinen Interessen. Nur
dem Mittagessen, das die meisten von uns auf dem großen Platz mit dem Schachspiel        kurz war unsere Reise ins Veneto, denn am
einnahmen, war noch Zeit für einen Spaziergang durch die alten Gassen und den di-        vierten Tag war die Heimreise, mit einem
cken Mauern entlang. Die Weiterfahrt brachte uns zu unserem Hotel in Abano, einem        Aufenthalt am Vormittag in der kleinen al-
Thermenhotel, dessen schöne Außenanlage mit Schwimmbecken mit Thermalwasser              ten Stadt Soave, wieder mit einer vollständig
wir jeden Spätnachmittag nutzen konnten. Den nächsten Tag verbrachten wir mit            erhaltenen Stadtmauer umgeben, die auch
unserer Führerin, Frau Geraldine, in Padua. Der Bus brachte uns bis zum großen Platz     das alte Castell auf dem Hügel miteinbezieht
Prato della Valle. Von dort aus starteten wir zu einer Besichtigung der wichtigsten      - zwei Palazzi auf dem kleinen Stadtplatz.
Sehenswürdigkeiten: Basilika des Hl. Antonius, Innenhof der alten Universität, Piazza    Statt dem üblichen Vormittagskaffee ha-
Erbe mit Palazzo della Ragione, Café Pedrocchi u. a. m.. In unserer Freizeit konnte      ben wir hier ein Glas Soave getrunken. Die
jeder noch einiges erkunden. Am dritten Tag unserer Reise brachte uns Franz mit          Mittagspause war in Bardolino am schönen
dem Bus nach Vicenza, der Stadt des berühmten Architekten Palladio – Geraldine           Gardasee eingeplant, wo gerade ein großer
war wieder mit dabei. Erst fuhren wir zur Wallfahrtskirche auf dem Monte Berico,         Markt stattfand, der wohl mehr Interesse
von dessen Aussichtsterrasse wir einen herrlichen Blick auf die Stadt und die Umge-      erweckte, als die Sehenswürdigkeiten – wie
                                                                                         die beiden alten Kirchen San Zeno aus dem
                                                                                         8. Jh. und San Severo (11./12. Jh.). Voll von
                                                                                         schönen Eindrücken und Erlebnissen kamen
                                                                                         wir wieder gut nach Mutters.

Bei der Wallfahrtskirche auf dem Monte Berico in Vicenza                                 Ein kleiner Rückblick

                                                                                         An einem der schönen, warmen Herbsttage
                                                                                         fuhren wir zum Törggelen nach Südtirol.
                                                                                         Den Vormittag verbrachten wir in Brixen –
                                                                                         zum Bummeln, zum Einkaufen und vor al-
                                                                                         lem, um einen Cappuccino am Domplatz in
                                                                                         der Sonne zu genießen. Gegen Mittag fuh-
                                                                                         ren wir nach Vahrn, hinauf zum Gschlöss-
                                                                                         ler Hof, einem alten Bauernhof oberhalb
                                                                                         des Ortes mit herrlichem Ausblick. Für uns
                                                                                         48 Personen war die große Stube im alten
                                                                                         Gewölbe vorgesehen. Ein uriges Ambiente,
                                                                                         jedoch leider sehr laut. Das übliche Törgge-
                                                                                         lemenü war recht gut und nach dem Essen
                                                                                         unterhielten uns Klaus und Pepi Schreier
                                                                                         mit Ziehharmonika und Gitarre. Dazu wur-
                                                                                         de kräftig gesungen und Klaus brachte uns
                                                                                         mit seinen gut erzählten Witzen wie immer
                                                                                         zum Lachen. Am späteren Nachmittag wur-
                                                                                         de dann die Heimreise angetreten. Mitte No-
                                                                                         vember hatten wir die Geburtstagsfeier für
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