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ortsgruppen58 Ausgabe 6 · Dezember 2019

Kufstein

Mehrtagesreise nach Kärnten und Friaul

Nach einer kurzen, aber schönen und erholsamen Sommerpause bestiegen Kufsteins reise- und bildungshungrige Senioren den bis auf
den letzten Platz gefüllten Bus, um das südliche Flair von Kärnten und Friaul zu erkunden. Schon die Anreise über die Nockalmstraße
war ein Erlebnis! Wir genossen die Ausblicke auf die herrliche Bergwelt der Gurktaler Alpen. Wir hatten Gelegenheit, den Biosphä-
renpark Nockberge zu besuchen und erfuhren da im Museum (inklusive 3D-Film) viel Wissenswertes und Spannendes. Weiter ging es
nach Ossiach, wo wir unsere Unterkunft, direkt am gleichnamigen malerischen See gelegen, bezogen. Am nächsten Tag war der Besuch
des Haimburger Wildkräutergartens vorgesehen. Das waren spannende Stunden. Wir lauschten den Erklärungen einer liebenswür-

digen Kräuterpädagogin, wanderten in

den Zauberwald und verkosteten ge-

sunde und gute Produkte. Nach kur-

zer Mittagspause in der Landeshaupt-

stadt Klagenfurt ging es weiter zum

Wörthersee, nach Maria Wörth. Nach

Besichtigung der schönen spätgoti-

schen Kirche mit romanischem Kern

bestiegen wir ein Schiff, welches uns

via Pörtschach nach Velden brach-

te. Der dritte Tag war für Friaul - Ju-

lisch Venetien vorgesehen. Wir fuhren

durch das Kanaltal nach Udine und

legten einen kurzen Stopp ein, um

den samstäglichen Markt zu besuchen.

Weiter ging es zum nächsten High-

light, nach San Daniele, wo wir bei

einer sehr interessanten Führung über

die Produktion des köstlichen Schin-

kens aufgeklärt wurden. Anschließend

wurden wir sehr großzügig bewirtet

und genossen die ausgezeichneten Pro-

dukte. Schon hieß es wieder Abschied

nehmen - die nächste Überraschung,       Die Fahrt über die Großglockner Hochalpenstraße bei Kaiserwetter
der Besuch des Ortes Venzone, stand

an. Dieser Ort wurde beim Erdbeben 1976 zerstört und originalgetreu wiederaufgebaut, er zählt zu den Nationaldenkmälern Italiens.

Der Heimreisetag versprach wieder großartig zu werden. Es war jeden Tag sommerlich schön, aber an diesem letzten Tag war nicht

ein Wölkchen am Himmel. So freuten wir uns, dass wir über die Großglockner Hochalpenstraße, mit großartigen Ausblicken auf den

höchsten Berg Österreichs, zurück nach Tirol fahren konnten.

Tagesfahrt Zillergrund                                               stiegen wir in den öffentlichen Bus um, der uns zur Dammkrone
Wer von uns kann schon behaupten, in Tibet gewesen zu sein?          des Speichersees brachte. Der Anblick der 200m hohen Staumau-
Kufsteins rüstige Seniorinnen und Senioren können das! Am            er war schon sehr imposant, und nach einer kurzen Verschnauf-
frühen Morgen starteten 69(!) bestens gestimmte Mitglieder in        pause starteten wir die gut 4km lange Wegstrecke, immer in ge-
den Tagesausflug zum Zillergrund, um „Klein-Tibet“, am hinte-        mächlichen Steigungen auf breiten Schotterwegen. War es bis
ren Ende des Speichersees „Zillergründl“ gelegen, zu erkunden.       dahin noch kühl und nebelig, wurde es zunehmend sonniger.
Bei der Jausenstation Bärenbad Alm auf 1.450m angekommen,            Wir genossen herrliche Ausblicke auf den See, die rauschenden
                                                                     Wasserfälle, die großartigen Berge, die Blumen und, und. Ent-
                                               Der malerische Blick  lang des Weges sahen wir zahlreiche Gebetsfahnen, Gebetsmüh-
                                               über den Speichersee  len und meditative Sprüche, die zum Nachdenken anregten. Am
                                               „Zillergründl“        Ende des Sees liegt die Hohenaualm – unser Tagesziel „Klein-
                                                                     Tibet“ war erreicht. Nach kurzer Rast in der gemütlichen Alm
                                                                     ging es den gleichen Weg wieder zur Staumauer zurück, wo wir
                                                                     im Gasthaus „Adlerblick“ einkehrten. Hier wurden wir wieder
                                                                     gut bewirtet, und nach dem Genuss einer guten Jause mit stär-
                                                                     kendem Schnapserl ging es „fröhlich“ nach Hause. 		
                                                                     					 SF Gerhard Holaubek
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